„Rot-Weisse“ Freude nach Sieg in hitzigem Spiel

„Rot-Weisse“ Freude nach Sieg in hitzigem Spiel
Als Tabellenführer in das Spitzenspiel gegen Nieder-Roden
 
Für die Rot-Weiss-Handballer stand am vergangenen Sonntag eine besondere Bewährungsprobe auf dem Programm. Das Auswärtsspiel bei der HSG Stockstadt/Mainaschaff wurde mit Spannung und Respekt erwartet und von Seiten der Löwen gab es durchaus berechtigte Befürchtungen, dass es – wie schon in der Vergangenheit – nicht nur eine sportliche Auseinandersetzung geben würde. Und die Partie beim bayrischen Nachbarn und Rivalen sollte denn auch die erwartet heiße Partie werden.
Nach den Ausschreitungen beim Auswärtsspiel in der vergangenen Saison und den Vorkommnissen im Hinspiel entschloss man sich von Babenhäuser Seite, eine neutrale Spielaufsicht zu beantragen, um so mögliche Ausschreitungen über die sportliche Rivalität hinaus im Ansatz zu ersticken und der Mitverantwortung für die Gesundheit der Spieler Rechenschaft zu tragen.
Offensichtlich machte sich der Verband auch in Hinsicht auf die Unparteiischen Gedanken und entsandte das junge, leistungserprobte Oberliga-Gespann Tobiasch/Reuther ins Rennen. Die beiden Referees hatten schließlich maßgeblichen Anteil daran, dass die Partie trotz aller Emotionen nicht eskalierte und in geordneten Bahnen verlief.
Viel zu tun hatten die Beiden allemal und bei 14 Zeitstrafen und zwei roten Karten, von denen ganze drei 2-Minuten-Suspensionen an die Babenhäuser gingen, war schnell klar, von welcher Seite die Aggression ausging. Es überrascht nicht, dass die Gastgeber sich angesichts dieser Verteilung benachteiligt fühlten; es sei allerdings auch nicht verschwiegen, dass nicht nur der Anhang der Gäste, sondern zahlreiche Neutrale eine noch konsequentere Ahndung der Härte erhofft hatten und das Verhältnis der progressiven Bestrafungen sogar noch schmeichelhaft für die Gastgeber war.
Alles in allem muss man der Spielleitung allerdings ein großes Lob aussprechen – noch nicht vielen ihrer Innung gelang es bislang, sich im Hexenkessel mit über 500 frenetischen Anhängern nicht beeinflussen und einschüchtern zu lassen.
 
Aber Handball gespielt wurde auch!
Den bislang zu Hause verlustpunktfreien Gastgebern gelang der bessere Start und man legte eine 2-0-Führung vor. Über 2-2 egalisierten die Löwen den Spielstand und führten beim 4-3 erstmals in der immer engen Partie. Wie eng der Verlauf tatsächlich war, dokumentiert sich nicht zuletzt daran, dass die 8-5-Führung der Löwen nach 15 Minuten bereits die höchste Führung des Spiels darstellte und auf der Anzeigetafel nicht weniger als 16x in der Partie ein Gleichstand zu lesen war.
Bis zum Seitenwechsel konnten die Rot-Weissen nun stets eine Führung von 1-2 Toren vorlegen, welche der Gastgeber mit den Pausenpfiff aber zum 12-12 ausglich.
Ärgerlich aus Babenhäuser Sicht war im ersten Durchgang lediglich die Chancenverwertung, welche eine unter Umständen sogar klare Führung verhinderte. So waren es nicht alleine die vier zugesprochenen 7m-Würfe, von denen kein einziger den Weg ins gegnerische Gehäuse fand, sondern weitere gute Gelegenheiten, die nicht genutzt wurden.
Im zweiten Durchgang ging es spannend und eng weiter. Die HSG legte erneut beim 12-13 eine Führung vor, welche durch die Löwen ausgeglichen wurde. Beim 16-14 und 17-15 hatten die Gastgeber die Nase mit zwei Treffern vorne, allerdings erkämpften die Babenhäuser sich die Führung zurück. Aber auch eine mehrfache Führung mit zwei Toren verhinderte nicht, dass die Gastgeber beim 23-24 wieder in Front lagen. Dies aber sollte die letzte Führung der Bayern in der Partie sein. Jeden Stockstädter Ausgleich beantwortete die Mannschaft mit einem Treffer und konnte kurz vor Ende beim 31-29 scheinbar den entscheidenden Vorteil erringen. Allerdings konnte bei diesem Spielstand erneut ein Strafwurf nicht genutzt werden und die Gastgeber verkürzten 1 Minute vor Ende auf 30-31.
Der letzte Babenhäuser Angriff konnte schließlich 20 Sekunden vor Spielende zum 32-30 genutzt werden – die Entscheidung war gefallen!
Die Freude und Erleichterung beim Abpfiff war überschwänglich und man merkte jedem Beteiligten die Zentnerlast an, die in diesem Moment einfach abfiel.
In einer starken Mannschaftsleistung ist diesmal kein Spieler hervorzuheben und es ist vor allem der absoluten Disziplin und Beherrschung der Spieler zu verdanken, dass man als erste Gastmannschaft in dieser Runde mit zwei Punkten die Heimreise antreten konnte.
Erleichterung herrscht aber neben dem doppelten Punktgewinn auch darüber, ohne schwerwiegende Verletzung aus der Partie gekommen zu sein. Einziger Wehrmutstropfen ist hier die Verletzung eines Stockstädter Spielers, welcher in einer Abwehraktion beim Zusammenprall mit einem Babenhäuser Angreifer verletzt wurde, als dieser durch einen anderen Abwehrspieler gefoult wurde.
 
Mit dem Sieg bei der HSG Stockstadt/Mainaschaff konnte nun zunächst die Tabellenführung bei 31-7 Punkten erfolgreich verteidigt werden.
Am kommenden Wochenende kommt es in Babenhausen nun aber zu dem absoluten Spitzenspiel, wenn man den Tabellenzweiten HSG Nieder-Roden II (30-8 Punkte) empfängt. Das Hinspiel ging äußerst unglücklich mit 31-32 Toren an die Rodgauer und man ist nicht nur auf Wiedergutmachung aus, sondern will mit einem Sieg die Führung ausbauen. Wenn die Mannschaft eine ähnlich disziplinierte und engagierte Leistung abrufen kann, ist ein solcher Sieg mit der Unterstützung der heimischen Zuschauer durchaus möglich.
Anpfiff ist am Sonntag um 18:30 Uhr in der Babenhäuser Schulsporthalle.
 
 
Es spielten:
M.Kettler und J.Sahm im Tor, S.Herrmann (12/9), Stefan Hollnack (7), P.Kütemeier (4), T.Gotta (2), S.Siebenschuh (2), J.Stoffel (2), J. Pullmann (2), Ch.Seipel (1), Caner Adanir und Cem Adanir.
 
Spielfilm: 0-2, 2-2, 2-3, 5-3, 5-5, 8-5, 9-7, 12-10, 12-12 / 12-13, 13-13, 15-17, 18-17, 20-18, 23-21, 23-24, 25-24, 29-28, 29-29, 31-29, 31-30, 32-30
 
7m/2min/RK >             Babenhausen    13-9 / 3 / 0
                                    Stockstadt       2-2 / 11 / 2 (Fleischer, Lahme)
Zuschauer: ca. 500

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