C-Jugend-News

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Löwen mit tollem Kampf
 
Zuversicht trotz Auftaktniederlage gegen Obernburg
 
Im ersten Qualifikationsspiel zur Oberliga Hessen Süd der männlichen C-Jugend mussten die Nachwuchs-Löwen eine Heimniederlage einstecken.
Die Niederlage kam nicht wirklich überraschend, nur wenig hatte man sich im Vorfeld gegen die favorisierte JSG Untermain ausgerechnet, allerdings war tatsächlich mehr drin gewesen und unter anderen Bedingungen wäre tatsächlich die Überraschung möglich gewesen.
 
Vom Anpfiff an zeigten sich die Löwen sehr kämpferisch und engagiert. Möglicherweise war die Überheblichkeit der Gäste während des Aufwärmens eine zusätzliche Motivation, welche sich schmunzelnd ob des gegnerischen „Kindergartens“ wohl nur über die Höhe des Sieges uneins waren.
Sie sollten sich getäuscht sehen – von Beginn an zeigten die Jungs, dass sich die Punkte nicht kampflos abgeben würden und, dass man auch in Babenhausen weiß, wie Handball gespielt wird. Leider hatte hiervon der Unparteiische offensichtlich eine andere Sichtweise. Schon vor dem Anpfiff schien für ihn bereits festzustehen, wer an diesem Tag als Sieger vom Feld gehen würde. Und da das Geschehen auf dem Spielfeld dann so gar nicht in seiner scheinbaren Prognose passte, regulierte er es eben entsprechend. Schirischelte als Begründung für eine Niederlage ist immer leicht, aber so leicht wollen wir es uns nicht machen. Lassen wir die Statistik sprechen: Nicht weniger als 15-6 Zeitstrafen gegen die Babenhäuser Mannschaft, dazu zwei rote Karten gegen die Junglöwen in einem C-Jugend-Spiel! Wir sprechen hierbei von der Schlägertruppe, die in der gesamten letzten Spielzeit sieben Zeitstrafen und noch nie eine rote Karte bekommen hat! Trainer Pralas war nach dem Spiel sprachlos „Ich habe tatsächlich schon viel erlebt – aber so etwas noch nicht!“.
Das Unheil nahm bereits nach wenigen Minuten seinen Lauf. Nachdem man bereits die ersten Zeitstrafen hingenommen hatte, wurde nach nur 12 Minuten Leistungsträger Tim Schneider mit direkter roter Karte nach angeblichem brutalem Foul im Gegenstoß vorzeitig zum Duschen geschickt. Eigentlich war die Partie hier schon gelaufen, aber die Löwen gaben nicht auf und blieben dran. Während der Rückstand zeitweise bis zu 5 Toren betrug, konnte man kurz vor der Halbzeit trotz permanenter Unterzahl auf einen Treffer verkürzen und hätte man eine etwas bessere Trefferquote gehabt, wäre sogar die Führung möglich gewesen. Die Seiten wurden schließlich beim 8-11 gewechselt, aber die Löwen gaben sich nicht geschlagen und sammelten sich für den zweiten Durchgang.
Wer nun glaubte, der Unparteiische habe sich genug ausgetobt, sollte sich getäuscht sehen. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff, nachdem man gerade wieder auf ein Tor aufschließen konnte, ereilte mit Sascha Weber einen zweiten Leistungsträger das gleiche Schicksal wie zuvor schon Tim Schneider – er musste nach seiner dritten Zeitstrafe ebenfalls das Feld endgültig verlassen. In der Deckung konnte man dem Gegner nun keine Formation mehr entgegenstellen, die wenigstens annähernd körperlich gleichwertig gewesen wäre und ein möglicher Sieg war endgültig vom Tisch. Dennoch gaben sich die Löwen bis zum Abpfiff nicht auf und hielten nach Möglichkeiten dagegen – eine reelle Chance hatten sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr, wenn sie sie an diesem Tag denn überhaupt gehabt haben.
Am Ende stand schließlich eine unvermeidliche 22-27-Niederlage gegen den Favoriten JSG Untermain. Auf die Leistung, vor allem die Bereitschaft und Disziplin dürfen die jungen Löwen allerdings sehr stolz sein und sich Hoffnung machen, dass man bei der gezeigten Leistung und anderen Umständen in den kommenden Spielen auch als Sieger das Feld verlassen wird.
 
Überzeugen konnte am Wochenende vor allem die 3-2-1-Deckungs-Formation, gestützt durch einen starken Keeper Jan Oldach, die – wenn sie denn mal vollzählig auf dem Feld stand – den körperlich überlegenen, älteren Obernburgern nahezu keine Räume und klare Torchancen zuließ. Entwicklungspotential hat man sicherlich noch im Spiel nach vorne, allem voran das Tempospiel ist noch ausbaufähig – hier ist es noch ein weiter Weg, bis man die „Babenhäuser Philosophie“ erlernt und entsprechend umsetzen kann. Aber die Zeit haben die Jungs, so ist sich der Coach sicher und zuversichtlich.
 
Das Spiel am kommenden Wochenende gegen die JSG Gersprenztal wurde auf Babenhäuser Wunsch mit deren Einverständnis auf Dienstag, den 04.Mai verlegt.
Die nächste Partie findet nun am Samstag, den 02.Mai um 16:30 Uhr in Babenhausen statt. Gegner wird hier die JSG Groß-Umstadt/Habitzheim sein. Wollen sich die Löwen eine kleine Chance auf die Oberliga-Teilnahme erhalten, muss hier ein Sieg her.
 
Es spielten:
Jan Oldach (im Tor), Niklas Ferreira, Can Adanir, Marvin Meinl, Phillip Schnabel, Cristiano Rodrigues da Silva, Simon Brandt, Sascha Weber, Tim Schneider, Janis Sillari, Tobias Koser, Bastian Thierolf und Jan Mackensen.