Erste Saisonniederlage für die Löwen

Erste Saisonniederlage für die Löwen
Eine sehr unglückliche Niederlage mussten die Löwen am vergangenen Wochenende beim Auswärtsspiel beim alten und neuen Tabellenführer HSG Nieder-Roden II hinnehmen.
Das Aufeinandertreffen der letzten beiden bislang verlustpunktfreien Mannschaften war das klare Spitzenspiel des Wochenendes und so zog es auch zahlreiche Zuschauer und Anhänger beider Vereine in die Sporthalle, die dabei sein wollten, wenn zumindest für eine der beiden Mannschaften eine Serie zu Ende gehen würde.
Das Spiel sollte schließlich auch die Erwartungen der Zuschauer erfüllen. Es gab alles zu sehen – insgesamt guten und attraktiven Handballsport, ein Spielverlauf, der an Dramatik und Spannung kaum zu überbieten ist, sowie Einsatz und Bereitschaft, wobei beide Mannschaften ihre Emotionen auf dem Spielfeld jederzeit im Griff hatten und sich erfreulicherweise nur sportlich bekämpften.
Allerdings bekam zunächst lediglich der Anhang der Gastgeber die erhofften Tugenden bei ihrer Mannschaft zu sehen. Während die Nieder-Röder Mannschaft von Anfang an ihr Bestreben, die Tabellenführung zu verteidigen, klar erkennen ließ, hatte man bei den Babenhäuser Sportlern eher den Eindruck, dass sich keiner oder zumindest nur wenige der Bedeutung und dem Status der Partie bewusst war und die Mannschaft ließ in der Anfangsphase jegliche Bereitschaft vermissen.
Ehe man es sich versah stand es schließlich nach 15 Minuten folgerichtig 11-4 für den Gastgeber und die Partie schien schon entschieden, nur die wenigsten hätten zu diesem Zeitpunkt noch etwas auf die Mannschaft gewettet.
Mit einem Team-Time-Out, bei dem die halbe Mannschaft ausgewechselt wurde, fiel schließlich der Startschuss zur Aufholjagd. Wie ausgewechselt agierten die Löwen nun und konnten die Rodgauer damit sichtlich überraschen, die kein Mittel mehr gegen die nun aktive und offensive Deckung fanden und auch in der Deckung zusehen mussten, wie die Rot-Weißen Tor um Tor aufholten.
Kurz vor dem Seitenwechsel konnten die jungen Babenhäuser schließlich den 12-13 Anschlusstreffer erzielen – die Partie war wieder offen und das Gästeteam nun psychologisch nach der Aufholjagd auch im Vorteil.
Nach dem Wiederanpfiff gelang auch gleich der Ausgleichtreffer zum 13-13, aber wer sich nun die durchaus berechtigte Hoffnung machte, dass die Löwen am Ball bleiben und den Druck aufrecht halten würden, sollte bitter enttäuscht werden.
Wie durch ein unsichtbares Signal fiel die Mannschaft nun in die bereits zum Beginn der ersten Halbzeit gezeigte Apathie zurück und innerhalb von nur sechs Minuten zog der Gastgeber wieder mit 5 Toren in Folge auf 18-13 weg. Die Entscheidung schien nun endgültig gefallen zu sein. Einmal einen solchen Rückstand aufholen, war überraschend, ein zweites Mal doch sehr unwahrscheinlich.
Und dennoch – die Löwen wachten wieder auf. Ebenfalls in nur wenigen Minuten konnte man wieder ausgleichen. Die beste Phase hatte man um die 45.Minute – von 18-21 konnte man auf 23-21 vorlegen. Ebenso, wie man nach den beiden Aussetzer nicht mehr viel auf die Babenhäuser gegeben hätte, gab es jetzt wohl andersherum nur noch Wenige, die einen Pfifferling auf den Gastgeber gesetzt hätte, bei dem sich nun mehr und mehr Ermüdung und Erschöpfung bemerkbar machte.
Und wieder wurden alle in ihren Erwartungen eines besseren belehrt – die Rot-Weissen leisteten sich einen dritten Aussetzer im laufenden Spiel. Bis zum 26-24 lag man mit zwei Toren in Front und verpasste hier mehrfach den dritten Treffer nachzulegen und plötzlich stand es drei Minuten vor Ende 28-30 zugunsten der Gastgeber. Dieser dritte Aussetzer hatte dieses Mal sicherlich auch mit der Tatsache zu tun, dass die Mannschaft genau zu diesem Zeitpunkt oft in Unterzahl und zeitweise mit nur vier Spielern auf dem Feld stand, obgleich die Partie ebenso fair wie im ersten Durchgang war. Der Umstand, dass alle Zeitstrafen der Babenhäuser ausnahmslos in der zweiten Hälfte erfolgten, erscheint hierbei sehr unglücklich, soll aber keinesfalls als Entschuldigung für die Wechselhaftigkeit und mangelnde Konstanz und Konsequenz der Mannschaft herhalten. 7m-Strafwürfe sind auch mit vier oder fünf Mann im gegnerischen Gehäuse unterzubringen, die Mannschaft ließ beispielsweise vier dieser guten Gelegenheiten aus, zudem verwarf man genau in dieser Phase zudem zwei freie Bälle im Gegenstoß und der 2.Welle – es ist hypothetisch, was passiert wäre, wenn man das dritte und vierte Tor hätte vorlegen können, aber der Trainer der Babenhäuser ist sich sicher, dass genau hier die Entscheidung gefallen ist.
Nichts desto trotz gelang es den Löwen der erneuten Ausgleich zu erzwingen und zum 31-31 auszugleichen. Eine erneut unglückliche 7m-Entscheidung des entfernten Feldschiedsrichters wegen Abwehr im Raum brachte schließlich das 31-32 für Nieder-Roden und es verblieben 35 Sekunden, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen. Trotz den zweiten Team-Time-Out gelang der Mannschaft kein Treffer mehr und so stand am Ende die mehr als unglückliche erste Saisonniederlage.
Ein Sieg wäre an diesem Tag wegen der fehlenden Konsequenz und Wankelmütigkeit für die Rot-Weißen und auch aufgrund der starken Leistung der Gastgeber, die nie aufsteckten, nicht verdient gewesen, aber beide Seiten waren sich einig, dass eine Punktteilung das gerechte Ergebnis für beide Mannschaften gewesen wäre.
 
Die Niederlage, so ärgerlich sie auch sein mag, ist kein Weltuntergang, schließlich hat man auswärts beim verlustpunktfreien Tabellenführer verloren.
Allerdings ist sie auch ein klarer Warnschuss für die Mannschaft, diese nicht zum ersten Mal gezeigte Schwäche schnellstens in den Griff zu kriegen.
Klar ist definitiv, dass nur solche Mannschaften am Ende oben und vor allem ganz oben stehen werden, welche so viel Reife und Klasse besitzen, dass man zumindest über ein Grundmaß an Konzentration und Einstellung auf einem bestimmten Niveau verfügt und dieses vor allem auch konstant über eine Spieldauer und schließlich über eine Runde verlässlich abrufen kann. Das ist der Auftrag an die Mannschaft, will man sich dauerhaft in der Spitzengruppe halten.
Genau unter diesem Aspekt darf man sehr gespannt auf das Auftreten der Mannschaft am kommenden Wochenende sein, wenn man zum Nachholspiel beim bislang sieglosen Schlusslicht der Tabelle, der TSG Bürgel, antritt. Von einem klaren Sieg, welcher als Antwort auf das Spiel vom Wochenende wünschenswert wäre, bis hin zu einer erneuten Niederlage dürfte hier alles drin sein und das Team wird beweisen müssen, ob es über eine so genannte Siegermentalität und Charakter verfügt.
 
Es spielten:
J.Sahm und M.Kettler im Tor, S.Hollnack (13/4), J.Stoffel (5), D.Stumpp (4), Ch.Seipel (4/1), S.Herrmann (2) , P.Kütemeier (2), J.Pullmann (2), S.Siebenschuh (1), T.Gotta (1/1), C.Adanir und T.Kniese
 
Spielfilm: 0-1, 1-1, 2-6, 4-11, 10-12, 12-13 // 13-13, 13-18, 15-18, 18-21, 23-21, 26-24, 27-26, 28-28, 28-30, 30-30, 31-31, 31-32
 
2min/7m > Babenhausen 5/10-6 / Nieder-Roden 6/9-8
Zuschauer: ca. 250

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