Löwen I entscheiden Nachbarschaftsduell für sich

Die erste Herrenmannschaft der SG Rot-Weiss Babenhausen machte es am zehnten Spieltag der Landesliga Süd wieder spannend. Im Derby gegen Schlusslicht HSG Stockstadt/ Maianschaff siegte man knapp mit 28:27 (14:15).

Das Spiel zusammen zu fassen ist relativ einfach. Die bayrischen Gastgeber hatten ebenso wie die Schulz-Sieben einige Ausfälle zu kompensieren. Depp, Debor und Hoffmann fehlten auf Seiten der HSG, die Löwen mussten hingegen Geißler, Toscano und Kirchherr ersetzen. Die Anfangsphase war bereits ein Vorbote für das, was die Zuschauer in der Frankenhalle zu sehen bekommen sollten.

Sich an einen der letzten Strohhalme klammernde HSG mit resoluter Zweikampfführung gegen eine spielerisch überlegene SG, die es wieder versäumte, sich frühzeitig zu belohnen und abzusetzen. Konsequenz war trotz der roten Karten gegen den äußerst ungestüm zu Werke gehenden Sebastian Bauer ein Rückstand zur Pause (14:15). Führte man doch noch anfänglich mit drei Toren, brachte man durch einige ausgelassene Torchancen Stockstadt/Mainaschaff zurück ins Spiel. Angetrieben vom heimischen Publikum warfen die Gastgeber bis zur Halbzeit und Mitte der zweiten Hälfte deutlich mehr die Waagschale.

Dieses Übergewicht gipfelte in einen sechs Tore Vorsprung des Tabellenletzten in der 39. Minute. Nach einer Auszeit berappelten sich die Rot-Weissen und gingen nach dem 16:22 Rückstand sogar in der 51. Minute mit 26:25 in Front. Die Gatsgeber kämpften leidenschaftlich weiter, suchten immer wieder Uli Wolf am Kreis und sorgte durch eben jenen für den Ausgleich. Nach einem Siebenmeter-Tor durch Lahme zum 27:26 witterte das Schlusslicht seine Chance, hatte die Rechnung aber ohne Martin Geist, Max Lang und Torwart Dominik Goder gemacht. Erstere trafen zum Ausgleich und zur neuerlichen Führung (27:27; 28:27).

Mit dem gehaltenen Siebenmeter durch Keeper Goder in den Schlusssekunden fuhr man erneut zwei Punkte ein und feierte diese als Derbysieger. Trainer Olli Schulz war nach der Partie wieder unter den Lebenden: “Heute hatten wir wieder sehr früh die Chance den Sack zu zumachen. Haben dies aber durch zu viele ausgelassene Chancen versäumt. Das führte dazu, dass die HSG mit unorthodoxem Handball Erfolg hatte. Natürlich war nach dem 22:16 die Euphorie in der Halle da. Was meine Mannschaft dann nach der Auszeit geleistet hat, war großartig. Die Moral hat gestimmt und war an diesem Abend überragend.”

Es spielten: Goder und Hildebrand; Geist (1), Brandt (8), Horrikawa (1), Grimm (2), Hollnack (5/2), Lang (6), Sillari, Rodruiges da Silva (3/3), Ratley (2), Lehmberg,