Löwen I: Unnötige Schlappe im Spitzenspiel

Eine knappe 26:27(12:15)-Niederlage musste die Erste Mannschaft der SG Rot-Weiss Babenhausen am vergangenen Wochenende im Spitzenspiel der Landesliga Süd gegen die TSG Offenbach-Bürgel hinnehmen. Trotz der komplett verschlafenen Anfangsphase verschenkten die Rot-Weissen in der Schlussphase einen Sieg.

Null Esprit. Null Körpersprache. Null Gegenwehr. So lässt sich die desolate Anfangsviertelstunde der SG zusammenfassen. So entwickelte sich das „Spitzenspiel“ zunächst zu einer einseitigen Sache. 0:8, 1:9 und 4:13 lauteten die Zwischenstände aus Sicht der Gäste, die zunächst alle Tugenden vermissen ließen.

Bürgel hingegen trumpfte couragiert, zielstrebig und motiviert auf und ließ erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit die Zügel schleifen. Die Schulz-Truppe mit einem bestens aufgelegten Dominik Goder im Tor spielte sich bis auf 12:15 heran und war spätestens zum Seitenwechsel wieder in Schlagdistanz.

Durchgang zwei verlief zunächst ausgeglichen, ehe die Löwen beim 22:21 und 23:22 ihrerseits in Führung gehen konnten. Statt den psychologischen Vorteil weiter auszunutzen, folgte in der Schlussphase eine Mischung aus fehlender Cleverness und unnötigen Fehlern. Die Gastgeber ließen sich nicht lange bitten und nutzten die Nachlässigkeiten der Rot-Weissen mit einem 4:1-Lauf zum vorentscheidenden 26:24 aus. Mehr als der Anschlusstreffer zum 26:27 sollte dem Gästeteam nicht mehr gelingen.

Für Löwen-Coach Olli Schulz war es ein gebrauchter Tag: “Für die gezeigte Moral muss ich der Truppe ein Riesenkompliment machen. Punkte gibt es keine. Was in den ersten 20 Minuten vorgefallen ist, hat mich enttäuscht. Es war ein Spiegelbild unserer Trainingsleistung. Wir müssen und werden Dinge ändern. Es heißt nicht umsonst wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.“ Bereits am nächsten Sonntag können die Rot-Weissen Wiedergutmachung betreiben. Dann gastiert die SKG Roßdorf in der Willy-Willand-Halle (Anwurf 18 Uhr). „Mit Roßdorf erwartet uns jetzt eine Mannschaft, die uns 60 Minuten alles abverlangen wird und die weiß, was man für ein Derby braucht“, warnt  Schulz.

Für Babenhausen spielten: Goder, Weih; Küchler (9/2), Geist (6), Kirchherr (3), Brandt (2), Toscano (2), Horikawa (1), da Silva Rodriguez (1), Hollnack (1), Ratley (1), Stoffel, Dobler