Niederlage beim Ligaprimus zum Jahresbeginn

Niederlage beim Ligaprimus zum Jahresbeginn
Zur ersten Prüfung des neuen Jahres und gleichzeitig zum letzten Spiel der Hinrunde reiste unser Oberligateam an diesem Samstag nach Langgöns um sich dort der möglicherweise schwersten und gleichzeitig leichtesten Herausforderung dieser Saison zu stellen: dem Tabellenführer und Titelfavoriten HSG Kleenheim. Eine zwiespältige Situation also, denn die Punkte aus dem Spiel gegen diesen starken Gegner hatte sicher von Saisonbeginn an keiner auf der Rechnung.
 
Dennoch hatte man auf einen besseren Auftritt gehofft, als er in der ersten Hälfte des Spiels mit anzusehen war. Schon allein der Halbzeitstand von 14:6 sagt in dieser Hinsicht alles. 14 Tore in der ersten Hälfte, auswärts beim Tabellenersten, sind sicher kein schlechtes Abschneiden, vor allem, da wohl kaum einer die Abwehr zum Prunkstück des Babenhäuser Handballs in dieser Saison küren würde, doch fehlen einem bei nur 6 eigenen Treffern in 30 Minuten sprichwörtlich die Worte. Rechnet man zusätzlich den einen Punkt von der 7-Meter-Linie (bei leider erneut 2 verworfenen) raus, so bleiben nur noch 5. Wiederholt hatte das Team mit dem Verwerten der hochprozentigen Chancen zu kämpfen – doch kam diesmal verstärkend hinzu, dass man sich viel zu schwer mit dem Schaffen von Chancen tat. So mangelte es an endgültigem Druck und Entschlossenheit im Positionsspiel, und auch das sonst starke Tempospiel unserer Jungs fand praktisch nicht statt.
 
Die Ernüchterung zur Pause war entsprechend groß. Trainer Pralas und Vertretungs-Co-Trainer Cem Adanir versuchten dennoch die richtigen Mittel zu finden um einen Wandel in das Spiel unserer Jungs zu bringen, und so ein erneutes Rankämpfen zu ermöglichen.
 
Im zweiten Durchgang sah es dann zunächst auch so aus, als wolle dies gelingen, denn man kämpfte sich heran. Doch wiederholt scheiterte man bei 4 Toren Rückstand am Gegner, der eigenen Courage oder bitteren Schiedsrichterentscheidungen. Am härtesten traf es das Team jedoch, als Mitte der 2. Hälfte Martin Geist eine hochumstrittenen Entscheidung schlucken musste: Rot mit Bericht.. die Mannschaft war fassungslos. Nachdem sich kurz zuvor Kreisläufer Sascha Göbel an den Bändern verletzt hatte fällt damit ein weiterer Kreisläufer für mindestens 2 Wochen aus. Auf dieses Spiel hatte das ganze hingegen eher wenig Einfluss, denn trotz allem hin und her und viel Hader über die Unparteiischen muss doch festgehalten werden, dass diese Niederlage (26:19), und die Unfähigkeit den Gastgeber auch nur einmal wirklich in Bedrängnis zu bringen nur der eigenen Leistung zuzuschreiben ist.
 
Zwar ist die Niederlage in Kleenheim zu verkraften, doch der Verlauf des Spiels hinterlässt in mehrerlei Hinsicht einen bitteren Beigeschmack. Es gilt nun diesen aus dem eigen Kopf zu bannen und sich der erschwerten Situation zu stellen, um sich, hoffentlich wieder mit der Unterstützung unserer Fans, für deren Mitreisen nach Kleenheim an dieser Stelle einmal gedankt sei, der kommenden Herausforderung in Wallau zu stellen – denn auch dieses Spiel wird sicher nicht einfach.