Rückenwind reicht nicht bis nach Bad Hersfeld

Rückenwind reicht nicht bis nach Bad Hersfeld

Nach dem so wichtigen Heimsieg am vergangenen Wochenende, stand an diesem Wochenende der TV Hersfeld auf dem Programm der SG Rot-Weiss Babenhausen. Mit dem Erfolg gegen das Team aus Kahl/Kleinostheim im Rücken sollten in Hersfeld endlich die ersten Auswärtspunkte geholt werden. Auch wenn im Vorhinein die Favoritenrolle auf Seiten der Gastgeber war, wollte man die klar vorhandene Chance nutzen und endlich etwas vom zuletzt verlorenen Boden wieder gutzumachen.

 

Unter diesen Umständen wäre eigentlich ein hoch motiviertes Auftreten der Löwen zu erwarten gewesen, doch sollte sich ein deutlich anderes Bild zeigen. Schon in der Anfangsphase des Spiels gelang es dem Team nicht auch nur ansatzweise ins Spiel zu finden, was sich auch bis zur Halbzeitpause nicht ändern sollte. Chancen, an denen es grundsätzlich nicht mangelte, wurden von Anfang an geradezu fahrlässig und in großer Zahl vergeben. Alleine schon bezeichnend hierfür ist wieder einmal die mehr als magere 7-Meter Ausbeute mit vier von zehn möglichen Toren. Lief im Angriff der Löwen wenig zusammen, so gelangten den Spielern des TV Hersfeld viele einfache Tore. Oftmals genügten schon einfache Spielzugansätze um die Deckung der SG völlig durcheinander zu bringen. Auch die zuletzt starken Torhüter bekamen an diesem Samstag kaum eine Hand an den Ball. Als Konsequenz gelang in der ersten Hälfte des Spiels kaum eine Hand voll Balleroberungen ohne zuvor ein Gegentor zu erzielen. Auch mehrere frühzeitige Wechsel vermochten zu diesem Zeitpunkt dem Spiel keine Wende zu geben, und somit konnte man zur Pause nur den bitteren Spielstand von 19:14 aufzuweisen.

 

Sicher fragte sich in diesen Minuten nicht nur Trainer Ante Pralas, der in der Pause deutliche Worte an sein Team richtete, wie dieselbe erste Mannschat, die eine Woche zuvor gegen Kahl ein gutes Bild abgeliefert hatte, heute so unkonzentriert und mit mangelnder Konsequenz aufspielen konnte. Logische Folge war zu Beginn des zweiten Durchgangs Veränderungen auf sechs Positionen im Vergleich zur Startaufstellung.

 

Zunächst schien mit dem Wiederanpfiff zumindest ein Teil der Löwen aufgewacht zu sein, denn es zeigte sich sofort ein ganz anderes Bild auf dem Spielfeld. Das neu formierte Abwehrzentrum fand nun endlich einen Weg dem Angriffsspiel des Gegners ein wenig Einhalt zu gebieten, und zusammen mit dem besser werdenden Torhüter einige Ballgewinne zu verzeichnen. Auch das Angriffsspiel hatte nun plötzlich wieder mehr zu bieten, und verbesserte die Torausbeute in einen erträglichen Bereich. So kämpfte sich das Team gleich zu Beginn von Hälfte zwei auf 1-2 Tore an den Gegner heran. Doch genau an diesem Rückstand von einem Tor scheiterte die SG im weiteren Verlauf. Fast 20 Minuten lang gelang es en Löwen immer nur auf ein Tor, oder bestenfalls ein Unentschieden heranzukommen. Jedoch verpasste man mehr als einmal in einer solchen Situation, wie zum Beispiel in mehrfachen (u.a. doppelten) Überzahlsituationen, die Chance das Spiel zu drehen. Hinzu kam, dass nach der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit auch plötzlich das Verhalten der beiden Unparteiischen umschliug, und die Rot-Weissen in wichtigen Phasen einige harte Entscheidungen schlucken mussten. Als man sich schließlich doch, zum ersten Mal seit Spielbeginn, die Chance zur Übernahme der Führung erkämpfte, vergab man diese und kassierte im Gegenzug ein Gegentor durch einen 7-Meter verbunden mit einer zwei-Minuten-Strafe. Damit war der alte Spielstand wiederhergestellt, und bis in die Schlussphase lief die Mannschaft diesem knappen Rückstand ständig hinterher. Als etwas mehr als eine Minute vor Schluss die Chance zum Ausgleich wiederum misslingen sollte, machten die Gastgeber trotz offensiver Manndeckung den Sack zu, wogegen auch alles Kämpfen in den letzten Sekunden nichts mehr half. Sekunden vor dem Schlusspfiff markierte der TV Hersfeld mit dem 33:31 den Ausgang des Spiels.

 

„Eine Halbzeit kämpfen reicht einfach nicht!“, so die bittere Schlussanalyse von Coach Pralas, der gemeinsam mit seinem Team, nach dem erhofften ersten Schritt raus aus der Misere vor einer Woche, nun erneut einen Rückschlag hinnehmen muss, den man selber mit der absolut mangelhaften Leistung der ersten Hälfte verschuldet hat. “Das war vollkommen überflüssig, wir haben förmlich um die Niederlage gebettelt” fügte Ante Prals hinzu.

 

Am Sonntag, 18 Uhr, steht nun den Löwen mit dem aktuellen Tabellenführer der Oberliga Hessen, hier Dutenhofen/Münchholzhausen II, deren erste Mannschaft dem Bundesligisten HSG Wetzlar angehört, ein anderes Kaliber gegenüber. Mit einer ähnlichen Leistung wie am vergangenen Wochenende wird man hier wohl eine herbe Niederlage einstecken müssen. Doch auch dieses Spiel geht über 60 Minuten Spielzeit, und mit Sicherheit wird keiner im Trikot der Löwen dieses vorzeitig verloren geben. Das Team hofft natürlich darauf, dass seine Fans auch in diesem schwierigen Spiel mit ihnen um die beiden Punkte und mit aller Kraft kämpfen werden. Eigentlich hat man sich gerade in den einfacheren Spielen schon viel zu oft dem Niveau des Gegners angepasst, warum denn dann nicht auch kommenden Sonntag, bei diesem hochkarätigen Gegner.

 

Spielfilm aus Hersfelder Sicht: 3:0, 9:4, 14:12, 17:12, 19:14 – 21:20 (40.), 28:28 (51.), 30:29, 33:31

Zeitstrafen: 7:4 – 7m: 4/5 – 4/10

SG Rot-Weiß: Sahm, Kettler; Seipel (4/1), Pullmann (2), Binder, Erk (1), Hollnack (5/1), Herrmann (2), Geist (1/1), Müller (8), Stoffel (2), Rinschen (4/1), Göbel (1), Kütemeier (1)

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